Ein überzeugter Kunde zeigt seinen Weg.
Ein überzeugter Kunde zeigt seinen Weg.
Der Messerspezialist CeCo ltd. (world-of-knives.ch) ist seit bald 20 Jahren Distributor für hochwertige Schneidwaren im Fachhandel und in der Top-Gastronomie. Der Vertrieb wird zum grössten Teil über den Fachhandel abgewickelt. Immer wichtiger wird jedoch gerade im internationalen Handel der Onlineshop. Im Sortiment sind Hightechkeramikmesser von Kyocera oder die handgeschmiedeten Damaststahlmesser der Edelschmiede Kai sowie weitere handgefertigte Produkte und Accessoires.
Mit den Erfahrungen, die Inhaber und CEO Michael Bach mit dem Handel von Schneidwaren gemacht hatte, gründete er 2014 die Messermanufaktur sknife ag im Seeland. Sie fertigt verschiedene Messer und Produkte wie Taschenmesser, Gabeln und neu auch Löffel. Heute sind sknife Steakmesser in den besten Restaurants der Welt mit über 80 Michelin-Sternen eingedeckt. In der Herstellung wird Chirurgenstahl oder Torsionsdamast in 1000 Lagen im Emmental geschmiedet und mit gut gelagertem Schweizer Holz in Biel von Hand verarbeitet. Klare Formen und moderne Funktionalität, unterstrichen von natürlichen Materialien, verleihen den sknife Produkten ihren eigenen Stil.
Beide Firmen unterstützen als Sponsor Events des Kochnachwuchses und der Haute Cuisine. Das Engagement geht von der Junioren- und Kochnationalmannschaft über renommierte internationale Kochwettbewerbe bis hin zur Berufsorganisation der Profiköche. Durch solch einen Kontakt haben die Firmen vor zwei Jahren damit angefangen, ihre Produkte und die internen Prozesse nachhaltiger zu gestalten.

Ein wichtiger Kunde, der Yachtclub Monaco, kauft bereits seit Jahren nur Produkte, welche plastikfrei verpackt sind. Da bei sknife schon seit der Gründung Nachhaltigkeit an oberster Stelle steht, sind diese Messer heute im Restaurant des Yachtclubs eingedeckt. Michael Bach hat diese konsequente Haltung seines Kunden als Input genommen, um auch andere Produkte bei CeCo plastikfrei anzubieten.
Er hat die Geschenkverpackung, welche bisher mit Schaumstoff gepolstert und oft in lackierten Schachteln daherkam, überarbeitet. Als Innenverkleidung dient heute einheimisches Holz. Die Einsätze aus Holz schützen die Messer im selben Stil, wirken hochwertig und begeistern – nach anfänglicher Skepsis – auch Andreas Caminada, dessen Messer über CeCo in der Schweiz vertrieben werden. Zudem wird bei sknife, und mittlerweile auch bei vielen weiteren Lieferanten von CeCo, die Verpackung konsequent aus recycelbarem Karton gefertigt.
Michael Bach ging im Bereich «nachhaltig verpacken» noch einen Schritt weiter. Heute wird auch im Versand auf Plastik verzichtet. Die hochwertigen Produkte werden in Versandschachteln, welche aus Gras hergestellt sind, verpackt. Zum Schutz wird Stopfpapier aus Recyclingpapier verwendet, die Rechnung wird auf Graspapier ausgedruckt und in Dokumententaschen, ebenfalls aus Papier, auf das Paket geklebt. Die Schachteln werden mit Klebebändern aus Papier zugeklebt. Eine rundum ökologische Variante, die der Plastikfrei-Philosophie von Michael Bach zur vollen Zufriedenheit entspricht.



Auch wenn die neuen Produkte aus Gras und Papier keine Testprodukte mehr waren, gab es zu Beginn beim Einsatz bei Welt der Messer Anfangsschwierigkeiten. Die Dokumententaschen aus Papier lösten sich teilweise wieder vom Paket.
Im Austausch mit dem Kundenberater von Antalis wurde das Problem analysiert. Ein anderer Hersteller wurde getestet. Weiter wurde der Umfang der Dokumente, die jeweils in der Tasche verschickt wurden, reduziert. Denn über die Jahre waren die Beilagen zu den Produkten immer umfangreicher geworden. Diese Gewohnheit wurde durch das Problem hinterfragt. Heute werden die Unterlagen den Kunden digital zugestellt.
Dank der ökologisch wertvollen Reduktion des Papierverbrauchs hält nun die Dokumententasche wieder einwandfrei auf den Paketen von CeCo, und Michael Bach ist mit der überarbeiteten Lösung sehr zufrieden.
Mittlerweile haben sich auch die Kunden an das Graspapier aus der Administration gewöhnt. Natürlich haben der Zeitgeist mit dem Nachhaltigkeitsgedanken und der technische Fortschritt dabei geholfen. Denn kritisiert wurde vor allem, dass die Leserlichkeit auf Graspapier wegen des niedrigeren Kontrastes schlechter war. Die neue Möglichkeit von Rechnungen mit QR-Code konnte dieses Problem ganz einfach lösen. Gerade dort, wo zu Beginn der Umstellung Stimmen über Unleserlichkeit laut wurden, hat dieses Konzept verdeutlicht, wofür sknife, aber auch CeCo stehen: für ein hochwertiges und nachhaltiges Produkt, bei dem alles rundherum glaubhaft daherkommt. Einige Aufträge konnte Michael Bach durch sein konsequentes Umsetzen der nachhaltigen Produktion gewinnen, und einige Male durfte er seine Kunden über seinen Lieferanten von Graspapier informieren.
Dennoch geht Michael Bach weiter mit offenen Augen um die Welt. Er sucht zusammen mit Partnern wie Antalis zusätzliche Möglichkeiten der nachhaltigen Gestaltung des Alltags. Er wünscht sich Grasboxen in anderen Dimensionen, damit die flachen Produkte aus seiner Manufaktur optimal verpackt werden können. Falls solche Schachteln erhältlich sind, würde er sie – nach ökologischem Verbrauch des Restbestandes – sofort ins Sortiment nehmen. Auch Stopfpapier wünscht sich der nachhaltig denkende Firmeninhaber aus dem Rohstoff Gras. Dafür bleibt er weiterhin mit Antalis in Kontakt und regt dadurch den Ausbau des grünen Sortiments an.
Vor wenigen Jahren ist es der Forschung gelungen, eine Alternative zum langsam wachsenden Rohstoff Holz zu entwickeln. Somit gibt es heute eine ansprechende Variante zur konventionellen Papierherstellung, welche sehr ressourcenintensiv ist. Holz muss oft weite Strecken bis zur Papierfabrik zurücklegen und wird chemisch behandelt, um das im Holz gebundene Lignin auszu-waschen. Der Rohstoff Gras hingegen wird mechanisch aufbereitet. Graspapier-Produkte bestehen bis zu 50 % aus Grasfasern und werden entweder mit Zellstoff oder Recyclingmaterial kombiniert. Weiter wächst Gras fast überall und vor allem deutlich schneller als ein Baum. Dadurch wird beim Graspapier viel weniger Wasser und Energie benötigt als bei Papier aus Frischfasern. Ein weiterer Pluspunkt: Auch Graspapier lässt sich problemlos recyceln und kompostieren.
